Edinburgh Sehenswürdigkeiten: Ihr Reiseführer für Schottlands Hauptstadt

Wo ein Vulkanfelsen die Altstadt krönt

Schon bei der Ankunft fällt der Blick nach oben. Hoch über den Dächern sitzt eine Burg auf dunklem Fels, darunter drängen sich Steinhäuser, Kirchtürme und schmale Gassen. Die Stadt Edinburgh liegt im Osten Schottlands, am Südufer des Firth of Forth, eines breiten Meeresarms der Nordsee. Im Verwaltungsgebiet leben rund 530.000 Menschen – überschaubar genug, um vieles zu Fuß zu erleben, und doch reich an Geschichte wie kaum ein anderer Ort im Vereinigten Königreich.

Auf den folgenden Seiten finden Sie die wichtigsten Edinburgh Sehenswürdigkeiten, stille Winkel abseits der Besucherströme und praktische Hinweise für die Planung. So wissen Sie schon vor dem Abflug, welche Orte Sie auf keinen Fall verpassen möchten. Bei trendtours ist die Hauptstadt Schottlands Teil mehrerer Rundreisen, auf denen eine deutschsprachige Reiseleitung Ihnen die Stadt erklärt.

 


 

Sprache, Kultur & schottische Lebensart

Englisch ist Alltagssprache, doch der schottische Akzent klingt weicher und melodischer, als viele erwarten. Auf manchen Schildern tauchen zusätzlich gälische Schriftzüge auf, und im Gespräch hören Sie gelegentlich Scots-Wörter wie „wee“ (klein) oder „aye“ (ja). Einen breiteren Überblick über Land und Leute gibt der Schottland Reiseführer.

Als Sitz des schottischen Parlaments ist Edinburgh das politische Zentrum des Landes. Gleichzeitig pflegt die Stadt ein ausgeprägtes literarisches Erbe: Sir Walter Scott, Robert Louis Stevenson und Arthur Conan Doyle sind eng mit ihr verbunden. In den Pubs knistert oft ein Kaminfeuer, dunkle Holzvertäfelungen schaffen eine gemütliche Atmosphäre, und irgendwo spielt fast immer ein Dudelsack.

Die UNESCO hat die mittelalterliche Old Town und die georgianische New Town 1995 gemeinsam zum Welterbe erklärt. Beide Stadtteile könnten kaum unterschiedlicher sein – und genau dieser Gegensatz macht den Reiz aus. Jeden August kommt eine weitere Facette hinzu: Beim Edinburgh Festival Fringe, einem der größten Kunstfestivals der Welt, werden Theater, Kirchen und selbst Hinterhöfe zur Bühne.

 


 

Sehenswürdigkeiten in Edinburgh: neun Orte für Ihre Liste

Vom Burgfelsen hinunter zum Königspalast, von der Kathedrale hinauf auf zwei Aussichtshügel: Die meisten Sehenswürdigkeiten Edinburgh liegen an einer gedachten Linie durch das Zentrum. Das macht die Planung leicht. Wer gut zu Fuß ist, verbindet mehrere Stationen an einem Tag und erlebt dabei ständig wechselnde Perspektiven. Diese neun Stationen gehören für viele Gäste zum Edinburgh Must-see.

Edinburgh Castle

Hoch auf dem Castle Rock, dem Überrest eines seit Urzeiten erloschenen Vulkans, wacht das Wahrzeichen der Stadt. Drinnen glänzen die „Honours of Scotland“, die ältesten Kronjuwelen Großbritanniens. Punkt 13 Uhr donnert die „One O'Clock Gun“ – außer sonntags, an Karfreitag und am 25. Dezember.

Royal Mile

Etwa 1,8 km misst die Straßenfolge vom Schloss bis zum Holyrood-Palast, was ungefähr einer alten schottischen Meile entspricht. Seitlich öffnen sich „Closes“: enge Durchgänge, hinter denen verborgene Innenhöfe und steile Treppen warten.

Palace of Holyroodhouse

Wenn der britische Monarch in Schottland weilt, residiert er hier. Durch die prachtvollen Staatsgemächer weht die Geschichte Maria Stuarts. Gleich nebenan erheben sich die Ruinen der Holyrood Abbey – besonders bei tief stehender Sonne ein stimmungsvolles Fotomotiv.

Arthur's Seat

Mitten im Holyrood Park ragt dieser 251 m hohe Hügel auf, ebenfalls ein Überbleibsel vulkanischer Aktivität. Oben reicht die Aussicht über Dächer, Küste und Meer. Der Aufstieg ist stellenweise steil, feste Schuhe machen ihn angenehmer.

Calton Hill

Wenige Minuten von der Princes Street entfernt, gelangen Sie ohne große Anstrengung auf diesen Aussichtspunkt. Das unvollendete National Monument mit seinen Säulen erinnert an den Parthenon und brachte Edinburgh den Spitznamen „Athen des Nordens“ ein.

St Giles' Cathedral

Ihre Turmspitze in Kronenform ist von weitem zu erkennen. Im Inneren lohnt vor allem die Thistle Chapel mit fein geschnitzten Eichenholzvertäfelungen. Statt eines Eintrittspreises bittet die Kirche um eine Spende.

National Museum of Scotland

Dinosaurier, Ritterrüstungen, Dampfmaschinen: Das große Museum in Edinburgh an der Chambers Street spannt einen weiten Bogen. Ein Publikumsliebling ist Dolly, das erste aus einer erwachsenen Körperzelle geklonte Säugetier. Für die Dauerausstellung zahlen Sie keinen Eintritt.

Princes Street & Princes Street Gardens

Auf der einen Straßenseite Geschäfte, auf der anderen grüne Parks mit Blick zur Burg. Hier steht das rund 61 m hohe Scott Monument, eines der größten Schriftstellerdenkmäler der Welt, errichtet zu Ehren von Sir Walter Scott.

Victoria Street & Grassmarket

In sanftem Bogen führt die Straße mit ihren farbigen Ladenfronten hinab zum Grassmarket. Viele vergleichen sie mit der Winkelgasse aus „Harry Potter“, belegt ist ein solches Vorbild jedoch nicht. Am früheren Marktplatz unten laden Pubs und Cafés zur Rast ein.

 


 

Old Town, New Town & Co.: Edinburghs Viertel im Porträt

Hohe Häuser aus grauem Stein, Kopfsteinpflaster und schmale Treppen: Die Edinburgh Altstadt wirkt wie eine Kulisse aus einem Märchen. Auf engem Raum liegen hier Kirchen, Museen und alte Friedhöfe. Am Greyfriars Kirkyard erinnert eine kleine Bronzefigur an „Greyfriars Bobby“ – einen Hund, der laut Überlieferung viele Jahre am Grab seines Besitzers ausgeharrt haben soll.

Ganz anders präsentiert sich die New Town jenseits der Princes Street Gardens. Seit dem 18. Jahrhundert planmäßig angelegt, besticht sie mit breiten Straßen, großzügigen Plätzen und georgianischen Fassaden. Wer hier flaniert, findet elegante Geschäfte, Restaurants und ruhige Ecken für eine Kaffeepause.

Etwas weiter nördlich liegt Stockbridge mit fast dörflichem Charakter. Bäckereien, Antiquariate und der Stockbridge Market, sonntags von 10 bis 16 Uhr, ziehen vor allem Einheimische an. Noch ein Stück weiter erreichen Sie Leith, den alten Hafen. Am Ocean Terminal können Sie die Royal Yacht Britannia besichtigen, das frühere Schiff der königlichen Familie.

 


 

Edinburgh Geheimtipp: Dean Village am Water of Leith

Die Geräusche der Princes Street verstummen erstaunlich schnell, sobald Sie ins Tal hinabsteigen. Dean Village war früher ein Mühlendorf, dessen Räder der kleine Fluss Water of Leith antrieb. Heute säumen historische Häuser mit Türmchen und Erkern das Ufer, schmale Brücken verbinden beide Seiten, und das Plätschern des Wassers begleitet jeden Schritt.

Für romantische Spaziergänge folgen Sie dem Uferpfad flussabwärts Richtung Stockbridge. Unterwegs tauchen schattige Abschnitte und ruhige Plätze auf, die vielen Gästen der Stadt verborgen bleiben. Unter den Edinburgh Geheimtipps überzeugt Dean Village besonders am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und kaum jemand unterwegs ist.

 


 

Mögliche Aktivitäten in Edinburgh

Was kann man in Edinburgh machen, wenn die großen Sehenswürdigkeiten abgehakt sind? Eine ganze Menge. Diese Edinburgh Aktivitäten ergänzen Ihr Sightseeing-Programm:

  • Afternoon Tea mit Scones, Sandwiches und Shortbread
  • Whisky-Verkostung in einem Fachgeschäft oder Erlebniszentrum an der Royal Mile
  • Geistertour am Abend durch Gassen und unterirdische Gewölbe der Altstadt
  • Vorstellung beim Festival Fringe im August
  • Ausflug zur Forth Bridge, seit 2015 UNESCO-Welterbe

Nach Einbruch der Dunkelheit verändert sich die Stimmung spürbar. Die Burg leuchtet über der Stadt, Laternen werfen warmes Licht auf das Pflaster, und aus den Pubs dringt Livemusik. Ein letzter Bummel über die Royal Mile rundet den Tag ab.

 


 

So kommen Sie nach Edinburgh

Westlich der Stadt liegt der internationale Flughafen. trendtours bietet Edinburgh als Station einer Flugreise mit Bus-Rundreise durch Schottland an: „Mystisches Schottland“ und „Glanzlichter Schottlands“ dauern jeweils acht Tage, „Wandern in Schottland“ sieben Tage in einer Kleingruppe. Alle drei Reisen enthalten eine Stadtbesichtigung, bei der Sie gemeinsam mit der deutschsprachigen Reiseleitung über die Royal Mile bis zum Edinburgh Castle gehen (Außenbesichtigung). Je nach Programm bleibt anschließend Zeit für eigene Erkundungen.

Wichtig für die Einreise: Seit dem 2. April 2025 brauchen deutsche Staatsangehörige für das Vereinigte Königreich eine elektronische Reisegenehmigung (ETA). Sie kostet derzeit 20 Pfund pro Person und sollte rechtzeitig vor der Reise beantragt werden.

Unterwegs vor Ort: Tram, Bus und eigene Füße

Mit der Straßenbahn gelangen Sie vom Flughafen direkt ins Zentrum und weiter bis nach Leith und Newhaven. Ergänzend fahren zahlreiche Buslinien durch die Stadt. Im historischen Kern kommen Sie allerdings zu Fuß am weitesten. Rechnen Sie mit Steigungen: Zwischen Alt- und Neustadt überwinden manche Wege mehrere Höhenmeter, teils über Treppen.

 


 

Schottisch genießen: Was in Edinburgh auf den Tisch kommt

Deftig, ehrlich und oft überraschend fein – so lässt sich die schottische Küche beschreiben. Räucherfisch aus der Nordsee, Lamm und Wild aus dem Hochland sowie buttriges Gebäck zum Tee stehen im Mittelpunkt. Ob urige Pubs oder moderne Restaurants: Die folgenden Klassiker sollten Sie probieren.

Haggis, Neeps & Tatties

Gewürzte Schafsinnereien mit Hafer und Zwiebeln, dazu Steckrübenpüree (Neeps) und Kartoffelpüree (Tatties) – Schottlands Nationalgericht.

Cullen Skink

Cremige Suppe mit geräuchertem Schellfisch, Kartoffeln und Zwiebeln. Wärmt an windigen Tagen.

Scotch Pie

Kleine Pastete mit würziger Hackfleischfüllung. Beliebt als schneller Imbiss zwischendurch.

Shortbread

Mürbes Buttergebäck, fester Bestandteil jedes Afternoon Tea und ein gern gekauftes Mitbringsel.

Cranachan

Nachspeise aus Sahne, gerösteten Haferflocken, Himbeeren, Honig und etwas Whisky.

Whisky

Rauchig, fruchtig oder mild – je nach Herkunftsregion. Eine geführte Verkostung erleichtert den Einstieg.

 


 

Praktische Tipps für Ihren Aufenthalt

Öffnungszeiten

Die meisten Geschäfte im Zentrum öffnen montags bis samstags tagsüber, viele auch sonntags mit kürzeren Zeiten. Burg, Palast und Museen passen ihre Zeiten der Saison an. Ein Blick auf die offiziellen Seiten vor dem Besuch lohnt sich.

Währung & Bezahlung

Gezahlt wird in britischen Pfund Sterling. Neben den Scheinen der Bank of England geben drei schottische Banken eigene Pfundnoten aus. Karten werden fast überall angenommen, einige Kassen arbeiten inzwischen sogar bargeldlos.

Souvenirs

Shortbread in hübschen Blechdosen, ein guter Whisky oder ein Schal im Tartanmuster – so heißen die karierten Stoffe der schottischen Clans – erinnern zu Hause an Edinburgh.

 


 

Ihre Reise nach Schottland beginnt hier

Ob als Auftakt einer Rundreise oder als Finale nach Tagen in den Highlands: Edinburgh verbindet Geschichte, Kultur und Genuss auf engem Raum. Werfen Sie einen Blick auf die aktuellen Schottland-Reisen und lassen Sie sich von der Hauptstadt Schottlands inspirieren.