Markthallen in Barcelona

Sozialer Treffpunkt von Jung und Alt

Ein Besuch in einer Markthalle ist eine der Sachen, die man unbedingt auf einer Städtereise nach Barcelona unternehmen muss. Als Hafen- und Handelsstadt bietet Barcelona seit jeher eine große Auswahl an Köstlichkeiten und Kulinarik aus dem Mittelmeerraum. Oft handelt es sich dabei um Köstlichkeiten, welche die Identität der Bewohner prägen und Barcelona zu dem Reiseziel macht, das es heute ist.

Wenn man jemanden, der aus Barcelona stammt, nach „der Markthalle“ fragt, kommt zuerst die Gegenfrage, nach welcher der vielen man denn sucht. Für uns Touristen gibt es allerdings meist einen, der durch seine Bekanntheit klar heraussticht, sodass es gut ist, uns zu erinnern, dass es noch andere gibt.

 


 

Mercat de Sant Josep de la Boqueria

Der wahrscheinlich bekannteste Markt in Barcelona ist die berühmte La Boqueria.

Der Mercat de Sant Josep de la Boqueria an der Ramblas ist der König der Märkte Barcelonas. Er ist wunderschön, laut und farbenfroh. Doch in der Realität des Alltags gehen Einheimische dort nur noch selten einkaufen, weil der Markt von zahlreichen Touristen frequentiert wird.

Wenn man dort ist, sollte man nicht nur rein, um Fotos zu machen. Der Markt lädt ein, sich an eine der Bars (wie das El Quim de la Boqueria) zu setzen und „Huevos con chipirones“ (Eier mit Mini-Tintenfischen) zu bestellen. Das ist pures Barcelona-Glück auf einem Teller!

 


 

Die Marktkultur in Barcelona

„Esmorzar de forquilla“: Das ist das „Frühstück mit der Gabel“ in Barcelona. Ursprünglich stammt die Tradition von Arbeitern, die auf den Marktständen eine günstige Stärkung bekamen. Im Laufe der Zeit hat sich die frische Mahlzeit auf den Märkten Barcelonas zu einer katalanischen Variante des Brunchs entwickelt.

Entschleunigung und Sozialisierung in der Nachbarschaft machen es zu einer geliebten Tradition, die sich nun seit mehreren Generationen durch das Leben der Barceloner zieht und an Touristen auf einer trendtours-Städtereise nach Barcelona weitergegeben wird.

Kleine „Markt-Knigge“ für Gäste

Es ist verpönt, die Ware selbst anzufassen. Teilen Sie dem Verkäufer einfach mit, was Sie wollen, und lassen Sie ihn die besten Stücke aussuchen. Er weiß es sowieso besser.

Nicht nur in den Markthallen Barcelonas sollte das üblich sein: Auch wenn in den vollen Gängen das Ende einer Schlange nicht direkt ersichtlich ist, sollten man trotzdem ordentlich anstehen.

Um die vollen Gänge etwas freier zu halten, sollten Fotos nicht im Gang gemacht werden und die Privatsphäre der Leute respektiert werden.

 


 

Mercat de Santa Caterina (El Born)

Kleinere und weniger überlaufene Markthalle in Barcelona mit einer nicht weniger beeindruckenden Architektur. Das wellenförmige Dach besteht aus über 325.000 bunten Keramikfliesen. Wenn man von oben darauf schaut, spiegeln die Farben die Farben des Obstes und Gemüses wider. Es ist eine Hommage Gaudí und seine Trencadís-Technik, in einer supermodernen Form der Architekten Enric Miralles und Benedetta Tagliabue.

Bevor hier der Markt stand, befand sich hier das Kloster Santa Caterina. Während der Renovierung stießen die Bauarbeiter auf die Ruinen des alten Klosters. Im hinteren Teil des Marktes gibt es einen kleinen Bereich des Historischen Museums, in dem man seit der Wiedereröffnung 2005 die Ausgrabungen sehen kann.

Die Peixateries (Fischstände) sind legendär. Da der Markt relativ nah am Meer liegt, haben einige Familien dort seit Generationen die besten Kontakte zu den Fischern.

 


 

Mercat de Sant Antoni

In dieser Markthalle Barcelonas finden sich gleich drei Märkte in einem. Dazu zählen:

  • Mercat del Fresc: Im Inneren des eisernen Kreuzes finden Sie fantastische Lebensmittelstände. Hier kaufen die Leute aus dem Viertel ihren Sonntagsbraten.
  • Mercat dels Encants: In den äußeren Gängen, rund um das Gebäude, gibt es Stände für alles Mögliche – von Socken über Töpfe bis hin zu Tischdecken.
  • Dominical de Sant Antoni: Jeden Sonntagmorgen verwandelt sich der Markt in ein Paradies für Sammler, die hier gebrauchte Bücher, Münzen, Comics und Sammelkarten erwerben.

Während der Renovierung, die neun Jahre gedauert hat, haben wurden Teile der alten römischen Via Augusta und Reste der mittelalterlichen Stadtmauer gefunden. Anstatt diese zuzubauen, hat man das Gebäude „darüber schweben“ lassen. Man kann daher im Untergeschoss einkaufen gehen und dabei auf 2.000 Jahre alte Ruinen blicken.

 


 

Fazit

In Barcelona spielt sich das Leben von Jung und Alt draußen ab. Bei süd-spanischen Klima ist das nicht verwunderlich. Die Markthallen in Barcelona sind einer der Anlaufpunkte für das soziale Miteinander. Verbunden mit einer großen Fülle an frischen Lebensmitteln, Kleinigkeiten zu essen und zu trinken und netter Gesellschaft erwecken die zahlreichen Markthallen Barcelonas die Stadt zum Leben.

 


 

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